Warum ich das Dorf so „liebe“…

Nach jahrelanger „Abstinenz“ von der Kleinbürgerei wohne ich ja seit geraumer Zeit wieder auf dem Land – und zwar so mittelmäßige Pampa… Sprich: Wir haben mehr als eine Straße, es gibt nen Supermarkt und eine Tankstelle. Man würde also nicht verhungern, wenn der Winter einbricht (bei manchen Dörfchen im Pfälzerwald bin ich mir da nicht so sicher…). Mit Landau und Neustadt hat man in beide Richtungen in der Nähe ein Städtchen.

Aber kaum lebt man wieder hier, wird einem bewusst, warum man damals wegzog:

Internetzugänge sind vom guten Willen der Drosselkom abhängig! Weder Kabel noch LTE sind als Alternative verfügbar… Somit muss man sich nicht nur von der zweistelligen MBit-Rate verabschieden, sondern auch gleich noch zum Satelliten-TV greifen. Was kostenmäßig natürlich günstiger ist (selbst wenn man wirklich UnterschichtenTV wie RTL/RTL2 in HD genießen möchte kommen bei HD+ nur 50 Euro im Jahr zusammen…) ist leider auch störanfälliger! Bei uns genügt eine dichte Bewölkung, um zu Programmausfällen zu führen.

Das hier ist Dunkeldeutschland! O.K. noch nicht ganz so schlimm wie in Niederbayern, aber auch hier füllen sich die Kirchen an Sonntagen entgegen dem allgemeinen Trend immer noch zu sehr. Das ganze gipfelt dann auch in Wahlergebnissen für die „Christdemokraten“ welche die CSU in Bayern auch hinbekommt. Hier wählt man noch CDU! Egal, ob 18 oder 63… „Das hat schon Papa gewählt und ausserdem gehts uns ja gut!“. Reflektion? Fehlanzeige… Der Rest ist halt bei den „Sozis“…

Ich werd echt alles dafür geben, dass mein Sohn hier gut aufwächst und anders wird… Nicht einfach hier aufwachsen, hier heiraten, hier sterben.

 

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